14. April 2013

Zwiebel-Wahn

18 Grad Celsius, Sonnenschein, nun hat's der Frühling auch nach Nordsachsen geschafft. Ich verfiel heute prompt dem Zwiebel-Wahn. Vor geraumer Zeit habe ich beim bekannten arabischen Händler Al Di zwei Körbchen mit je 50 farblich sortierten Blumenzwiebeln von Garden Feelings® erstanden, einmal die Kollektion "Purpur" mit Gladiolen, Dahlien, Liatris und Triteleia, und dann die Kollektion "Rosa" mit Gladiolen, Dahlien, Lilien und Alium.

Diese 100 Zwiebeln habe ich heute eingebracht, außerdem die schon bestehenden Blumen teilweise umgesetzt, so dass sich meine hier bisher noch nicht kundgetane Idee von den farbigen Abteilungen auf dem großen Beet hoffentlich langsam verwirklicht. Eine kleinwachsende, burgunderfarbene Aster habe ich in die rot-rosafarbene Abteilung gesetzt, den Storchschnabel und eine Rose auch, das Edelweiß musste Richtung "Weiß" umziehen usw.

Außerdem habe ich entdeckt, dass die Blumenzwiebeln, die ich im vergangenen Frühjahr vor dem Erdaustausch gerettet hatte, im dunklen Winterquartier tatsächlich austreiben! Eigentlich gibt s das gar nicht, denn gerade Schneeglöckchen vertragen es überhaupt nicht, wenn sie lange irgendwo uneingepflanzt herumliegen. Vom Gatten musste ich mich deshalb in den letzten Monaten öfter schelten lassen. Heute habe ich diese Zwiebeln schließlich kleinlaut eingepflanzt und hoffe, dass sie uns im nächsten Jahr wieder erfreuen werden.

24. März 2013

Es blüht!

Jaja der Winter, der hat's ja grad auch nicht leicht, denn allerorten wird auf ihn geschimpft und er wird dahin gewünscht, wo der Pfeffer wächst. Da ist's ja schließlich warm und er wär' ganz schnell weggeschmolzen  Ach, genießt doch noch etwas die vergängliche gefrorene Winterpracht und erfreut Euch stattdessen an den fröhlich und wunderschön vor sich hinblühenden Zimmerpflanzen und Schnittblumen.

Hier nun meine bunte Aufmunterungsparade:

Fangen wir mal krachend-rot an. Die Amaryllis blüht in vier riesengroßen Blüten.
Und das, obwohl wir uns nie an die Pflegeanleitung halten. Wer das anders machen möchte, findet bei www.mein-schoener-garten.de eine gute Pflegeanleitung für das ganze Jahr, deren Einhaltung die südafrikanische Zwiebelpflanze sicher dankt.


 Auch aus Afrika stammen eigentlich die Freesien, neben den Ranunkeln meine Lieblingsblumen, weil sie einfach herrlich duften - zu mindest die farbigen Sorten. Das Wasser in der Vase lieber nachgießen statt gänzlich frisch einfüllen, dann halten die zarten Freesien länger.


 Ursprünglich aus Asien und Afrika stammen auch die Tulpen, die man in so vielen Farben und Blütenformen erhält. Das die Dinger in der Vase immer so abgehen, also wachsen, soll angeblich ein Schnitt in den Stängel verhindern. Bei mir klappt das nicht - sie wachsen trotzdem gefühlte zehn Zentimeter über Nacht. Ein spannendes Kapitel ist der TULPENWAHN, das Lesen des Wikipedia-Artikels lohnt sich.


 Ein Geschenk war dieses Arrangement mit einer gelb blühenden Kalanchoe (wen wundert's: stammt auch aus Afrika) und einer Keine-Ahnung-was-das-ist-ist-halt-grün-weiß. Manche Kalanchoes kann man wohl sogar ins Beet pflanzen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.


 Ebenfalls ein Geschenk ist diese Glockenblume, die eigentlich erst ab Juni blüht. Uns erfreut sie schon jetzt mit wundervollen kleinen lila Blüten. Sie soll hell, aber nicht sonnig stehen und immer feucht gehalten werden.

 Ein Kaktus von Kakteen-Haage aus Erfurt. Die Kakteen sind in der Obhut meines Mannes und belohnen seinen Pflegeaufwand mit häufigem Blühen. 

Diese Form finde ich waaahnsinnig beeindruckend! Was die Natur alles kann!
Eine Palme (eventuell eine Hanfpalme) kam ebenfalls als Geschenk auf uns und wächst im hellen Wohnzimmer ausgezeichnet vor sich hin.

So, ich hoffe, Ihr habt jetzt ein bißchen Wärme im Herzen.

Schönen Sonntag noch!

10. März 2013

Holla, die Waldfee!

Holla, die Waldfee!
Wasn das fürn Schnee?

"Reim Dich oder ich schlag Dich!" heißt es, wenn jemand sich allzu bemüht am Reimen versucht hat und dann so etwas wie oben dabei rumkommt.

Fakt 1: Es ist März und es schneit. Und das, obwohl ich in der vergangenen Woche die Astern und Rosen verschnitten hab. Merke: Rosen erst verschneiden, wenn der Forsythia blüht. 

Fakt 2: "Holla, die Waldfee!" ist kein von der Kreativjugend des 21. Jahrhunderts erfundener Satz, sondern einer von Charlotte Amalia Grimm (richtig, die Schwester ebenjener Brüder). In ihrem gleichnamigen Märchen ist dies genau der letzte Satz des Prinzen, der zuvor auf die drei unbekleideten und Blumen pflückenden Königstöchter Hillu, Hella und Holla traf, ihnen die Kleider raubte und dafür mörderlich eine übergebraten bekam. Das adlige Leben aushauchend, sagte er - damit wohl gleichfalls die Mörderin identifizierend - "Holla, die Waldfee!" Merke: Raube nie jemandem die Kleidung.