4. Juni 2016

Villa Fracanzan Piovene

Es war ja wieder eine Weile recht ruhig hier im Blog. Natürlich war ich im Garten, außerdem waren der Gatte und ich aber auch mal wieder verreist.

In Norditalien haben wir diesmal zwar nur zwei Gärten besucht, doch die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Als erstes die Villa Fracanzan der Familie Piovene. Diese venezianische Villa findet Ihr in Orgiano in der Provinz Vicenza.

Vor der Villa erstreckt sich ein Garten mit Buchsbaumquartieren. Der Garten ist von einer niedrigen Mauer eingefasst, an der Zitronen, Cedra, Iris und Kräuter wachsen.

Hier seht Ihr die Gestelle, an denen der Winterschutz befestigt wird.





Die hohen Bäume rechts gehören zum Küchengarten, der fast dreimal so groß ist wie der formale Garten direkt vor der Villa.

Rund um die Villa beeindrucken die langen Alleen und Sichtachsen. Auch in den Küchengarten führt eine solche Allee.


 Die Sichtachse von der Villa in den Landschaftspark ist wirklich atemberaubend. Chamandi passt doch wunderbar dazu, oder? :-)  


Was wir leider nicht fotografieren konnten, waren die bunten Bienenfresser. Das sind Vögel, die vom Aussehen her an Eisvögel erinnern, doch die Bienenfresser sind deutlich größer. 
Sie flogen bei unserem Besuch tief über die Wiesen des Landschaftsparks und jagten dort ihr Futter.
Dabei machten sie ganz eigentümliche Laute, auf diesem Video ist das gut zu hören und hier habt Ihr auch ein paar gestochen scharfe Aufnahmen von dem schönen Tier.

Nach unserer Rückkehr nach Deutschland habe ich erfahren, dass die Art mittlerweile schon in Deutschland vorkommt. Mit Glück könnt Ihr sie in Flussauen entdecken :-)

 Neben der Villa schließt sich die Barchessa, die Scheune, an. Auf der Wiese davor sind diverse Traktoren aufgebaut und ausgestellt, was ich ehrlich gesagt nicht so toll fand. Natürlich ist die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen nicht ohne derartige Technik möglich, aber für den Gesamteindruck der Anlage fand ich die Dinger störend.

 Hier nochmal ein Blick aus dem formalen Garten. Rechts seht ihr die Wiesen des Landschaftsparks.

 

SUCHBILD. Wo ist Chamandi? :-D

Und hier noch die wichtigsten Daten:

30. Mai 2016

Iris - die Staude des Jahres


Ihr müsst da jetzt durch. Meine Begeisterung für die Staude des Jahres ist keinesfalls unparteiisch, sie ist nicht rational. Ich liebe Iris - in allen möglichen Arten und Farben. 2016 ist Iris die Staude des Jahres, was sie verdient hat, und - ehrlich - sie könnte von mir aus jährlich wiedergewählt werden.


Schaut Euch z. B. mal dieses Exemplar oben an. Hier sieht man gut die dunklen Hängeblätter mit dem Bart - deswegen "Bart-Iris"- und die hellen Domblätter. Was die Natur alles zaubern kann?!
Die Aufnahme entstand Anfang Mai 2016 im Garten der Villa Fracanzan Piovene. Im formalen Garten wachsen Iris neben Rosen und Zitrusfrüchten. Hier haben wir u. a. auch folgende Irisse entdeckt:



In einem FAZ-Interview hat Gärtnerin Anja Maubach kürzlich berichtet, wie Iris am besten im Garten zur Geltung kommen. Sehr unterhaltsam, lest es Euch unbedingt durch.

Zu Hause haben wir einen mageren Boden, was uns oft ärgert, doch für Iris ist er wahrscheinlich ideal. In diesem Jahr blühen sie in allen Farben, wobei die Zwergiris ja schon im zeitigen Frühjahr dran waren.

Diese helle Iris blühte bei uns im Garten als erste der Bart-Iris. Frisch aufgeblüht sah sie hellblau aus, später fast weiß.

 
Auf dem Foto oben ist gut erkennbar, wie dicht die Iris wachsen können. Gier gilt es zu schauen, ob die Mutter-Rhizome veraltet sind. Ihr erkennt das an den kreisförmig wachsenden Jungpflanzen. Man bekommt ganz gut ein Gefühl dafür.
Im Fall der Fälle grabt Ihr die Rhizome im Spätsommer aus, trennt die jüngeren von dem Ursprungsrhizom und kürzt das Blattgrün fächerartig um die Hälfte ein. mein-schoener-garten.de hat eine gute Schritt-für-Schritt-Anleitung online gestellt.

Nicht wirklich meine Lieblingsfarbe, aber doch irgendwie charmant und von der Natur mit einer 1a-Farbkombi ausgestattet.
 

Im Sonnenlicht wirkt sie heller, als sie eigentlich ist. Das dunkle Violett sieht aus wie Seide und sogar der "Bart" ist so eingefärbt. Die Blüten haben einen Durchmesser von fast 20 Zentimetern.

Schwertlilien, Sumpflilien, Wildarten. Ich kann sie leider nicht unterscheiden, doch ich erkenne, wenn es sich um eine Iris handelt. Bei unserem Besuch Anfang Mai 2016 im Giardino André Heller am Gardasee haben wir folgende Iris fotografieren klnnen:

Und - seid Ihr noch da? :-)

22. April 2016

Du Zausel!

Da ist er wieder. Der Zünsler, der alte Zausel.


Mittlerweile haben wir ein Bauchgefühl für sein Auftauchen entwickelt. Der Gatte hat ihn entdeckt und wird ihn bekämpfen.

Tschüß, Du Zausel!